Die SDG und die Themen der Abteilung ‚Wirtschaft, Beschäftigung und Soziale Entwicklung' – ein Überblick

Themen der KC und Bezug zu den SDG

Gesundheit, Soziale Sicherung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Gesundheit, soziale Sicherheit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen sind Menschenrechte. Sie sind Voraussetzungen für die soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklung eines Landes, für Stabilität und Frieden. Mit den übergeordneten Zielen „Armut zu bekämpfen“, soziale „Ungleichheiten zu reduzieren“ und „Gesundheit für alle Menschen“ zu realisieren, arbeitet das KC Gesundheit, Soziale Sicherung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen an einer Vielzahl von Themen. Wichtige Themen sind zum Beispiel: die Stärkung von Gesundheitssystemen, die Verbesserung des Zugangs zu erschwinglicher und qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage – UHC), Mutter-Kind-Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich Familienplanung, Bekämpfung von HIV/ AIDS, Malaria, Tuberkulose und vernachlässigten Tropenkrankheiten, die Weiterentwicklung von sozialen Sicherungssystemen zur Absicherung gegen individuelle Lebensrisiken und finanzielle Notlagen sowie an der aktiven Partizipation und Einbindung von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsprozessen. Dabei stehen zumeist vulnerable Personengruppen (z.B. arme Bevölkerungsgruppen, Menschen mit Behinderungen, Frauen im reproduktiven Alter, Kleinkinder und ältere Menschen) im Fokus der Maßnahmen. Diese Vielfältigkeit an Themen spiegelt sich auch in dem Beitrag zu den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wider: Die Maßnahmen und Themen des KC Gesundheit, Soziale Sicherung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen tragen neben SDG 1 (Keine Armut) und SDG 3 (Gute Gesundheitsversorgung) auch zu SDG 2 (Kein Hunger), SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter), SDG 8 (Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum), SDG 10 (Reduzierte Ungleichheiten), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und SDG 16 (Frieden und Gerechtigkeit) sowie zu SDG 17 (Partnerschaft, um die Ziele zu erreichen) bei.

 

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Bildung, berufliche Bildung und Arbeitsmarkt

Der Schwerpunkt des KC Bildung, Berufliche Bildung und Arbeitsmarkt ist die fachliche Unterstützung von Vorhaben, die zu einer inklusiven und qualitativ hochwertigen Bildung und lebenslangem Lernen für alle (SDG 4, Hochwertige Bildung) sowie menschenwürdiger Arbeit und nachhaltigem Wirtschaftswachstum (SDG 8, Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) beitragen.  

SDG 4 fordert, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertigen Lernangeboten auf allen Bildungsstufen zu garantieren und basiert auf Erkenntnissen, die bereits unter Millenniums-Entwicklungsziel 2 (MDG 2) gewonnen wurden. Während MDG 2 den Schwerpunkt auf Kinder und ihren Zugang zu Grundschulbildung legte, geht SDG 4 einen deutlichen Schritt weiter. SDG 4 vertritt einen weiter gefassten Fokus auf Inklusion, Chancengerechtigkeit und Geschlechtergleichberechtigung (einschließlich Menschen mit Behinderungen, indigene Völker und Kinder in gefährdeten Situationen) sowie die Sicherstellung eines chancengerechten Zugangs zu allen Bildungs- und Weiterbildungsstufen (dies schließt frühkindliche Bildung, Grund-, Sekundar- und Berufsbildung sowie Hochschulbildung, Alphabetisierung und Vermittlung von Basisqualifikationen mit ein). Ebenfalls neu ist die Bedeutung von Lernleistungsergebnissen und der erfolgreiche Erwerb relevanter Fähigkeiten und Fertigkeiten sowohl in Bezug auf die Arbeitswelt als auch im Hinblick auf politische und soziale Teilhabe in einer globalen, eng vernetzten und digitalisierten Welt. Es soll zudem sichergestellt werden, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeit erwerben, die zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung wichtig sind (s. Unterziel 4.7).

Auch mit SDG 8 gibt es eine Verschiebung der Schwerpunkte: Das Thema (Jugend-) Beschäftigung erhält durch eine eigenständige Zielvorgabe eine höhere Wertschätzung. Während Beschäftigung in den MDGs unter die Zielvorgabe ‚Armutsreduzierung‘ subsumiert wurde, wird menschenwürdige Beschäftigung im Rahmen der SDGs auch als eine Voraussetzung für die Erreichung weiterer Ziele gesehen. Insbesondere den Herausforderungen, vor denen Jugendliche beim Übergang in den Arbeitsmarkt stehen, wie beispielsweise unterbrochene Bildungsbiographien und fehlende Schulabschlüsse, informelle und prekärer Arbeitsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit werden über das Unterziel 8.6. und 8.b Rechnung getragen: Bis 2020 soll der Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen (not in education, employment, or training, NEET), erheblich verringert werden und eine globale Strategie für Jugendbeschäftigung erarbeitet werden. Dies entspricht auch dem Prinzip von LNOB.

Die vom KC Bildung, berufliche Bildung und Arbeitsmarkt betreuten Themen und Vorhaben leisten wichtige Beiträge zur Erreichung von SDG 4 und SDG 8, u.a. über die Gestaltung effizienter und effektiver (Berufs-)Bildungssysteme, die in der Lage sind ihre personellen und finanziellen Ressourcen sinnvoll zu planen und umzusetzen; die Entwicklung moderner Standards für die Lehr- und Lernmittelentwicklung; Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und betrieblichem (Berufs-)Bildungspersonal; die Förderung von Übergängen von der Ausbildung in Beschäftigung; Erhöhung von Transparenz, Rechenschaftslegung sowie der Partizipation von Lernenden, deren Eltern und der Zivilgesellschaft. Eine zunehmende Rolle spielt dabei die Berücksichtigung des Prinzips eines Integrierten Ansatzes bei Themen wie etwa Bildung für nachhaltige Entwicklung, Bildung in einer digitalisierten Welt, Schulgesundheit und Schulernährung. Weitere wichtige Themengebiete sind Bildung und Beschäftigung im Kontext von Flucht und Migration, Konflikt und Fragilität. Die Reintegration von Rückkehrern*innen erfährt ebenfalls große Aufmerksamkeit. Darüber hinaus leisten Hochschulen – durch eine enge Verbindung von Forschung, Praxis und Politik – wesentliche weitere Beiträge zur Überwindung bestehender sog. knowledge gaps in Partnerländern. Des Weiteren trägt der Ansatz „Sport für Entwicklung/SfE“ durch seinen Querschnittscharakter zu essenziellen Lebensfertigkeiten und Schlüsselwerten wie Toleranz und Inklusion bei, kann Zugang zu benachteiligten jungen Menschen schaffen und Lernmöglichkeiten außerhalb der Schule vermitteln.

Diese Vielfältigkeit an Themen spiegelt sich auch im Beitrag zu weiteren Zielen der Agenda 2030 wider. Die Maßnahmen und Themen des KC Bildung, berufliche Bildung und Arbeitsmarkt tragen zusätzlich zu SDG 2 (Ernährungssicherung und nachhaltige Landwirtschaft), SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 5 (Gleichberechtigung der Geschlechter), SDG 7 (nachhaltige Energien), SDG 9 (Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), SDG 13 (Klimaschutz), SDG 14 (Schutz der Meere), SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) und SDG 17 (Globale Partnerschaften) bei.

 

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Spezielle Monitoring Arbeitshilfen von UNESCO/UIS:

Finanzsystementwicklung und Versicherung

Das KC Finanzsystementwicklung und Versicherungen trägt mit seinen vielfältigen Themen auf verschiedenen Ebenen zur Erreichung der SDGs bei. Die finanzielle Inklusion von Haushalten, Landwirten und Unternehmen ermöglicht auf individueller Ebene eine Verbesserung der Lebenssituation. Die Entwicklung von funktionierenden Finanzsystemen fördert diese Verbesserung durch eine globale Transformation von Finanzströmen. Der Zugang zu sicheren Spareinlagen ermöglicht armen Haushalten ihr häufig unregelmäßiges Einkommen besser zu verwalten, Vermögen aufzubauen und Ersparnisse für höhere Ausgaben wie Schulgebühren und medizinische Versorgung zu akkumulieren. Kredite ermöglichen Investitionen für produktive Zwecke, beispielsweise für agrarwirtschaftliche Kleinbetriebe und KKMUs und fördern die Verwirklichung von unternehmerischen Initiativen. Versicherungen ermöglichen einen effizienteren Umgang mit den finanziellen Folgen von unerwarteten Ereignissen, tragen zur Existenzsicherung bei und helfen, ein Abrutschen in die Armut zu verhindern. Auch die Entwicklung von Finanzmärkten sowie die Mobilisierung von Ressourcen für nachhaltige Investitionen spielt eine Schlüsselrolle beim Schließen der geschätzt USD 2.5 Billion Finanzierungslücke, die zur Erreichung der SDGs notwendig ist. Insbesondere kann ein leistungsfähiges, stabiles und inklusives Finanzsystem einen Beitrag zu den folgenden SDGs leisten: SDG 1 (Armut beenden), SDG 2 (Ernährung sichern), SDG 5 (Gleichstellung der Geschlechter), SDG 8 (Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle), SDG 9 (widerstandsfähige Infrastruktur und nachhaltige Industrialisierung), SDG 10 (Ungleichheit verringern) und SDG 17 (Umsetzungsmittel und globale Partnerschaft stärken). Aktuelle Themen sind die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen, Impact Investment, Gender Finance und innovative Versicherungsprodukte. Eine wichtige Rolle kommt auch den Themen Green Finance und Disaster Risk Management zu, die Beiträge zu den ökologisch-orientierten SDG 7 (Nachhaltige und moderne Energie für alle) und SDG 13 (Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen) leisten.

 

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Wirtschaftspolitik und Privatwirtschaftsentwicklung

Schwerpunkt der Ansätze der wirtschaftspolitischen Beratung und Privatwirtschaftsentwicklung liegt auf den SDG 8, 9 und 12. Beiträge zu SDG 5, 10 und 17 werden ebenso geleistet. Zentrale Zieldimension ist nachhaltiges Wirtschaftswachstum für Beschäftigung und Einkommen (SDG 8). SDG 8 formuliert dabei das Ziel eines Wachstums der Bruttoinlandsprodukte von mindestens 7 % pro Jahr für die least developed countries (LDC). Dieses Wachstum soll durch höhere Produktivität, Technologietransfer, Innovation sowie Infrastrukturentwicklung und Industrialisierung erreicht werden sowie über eine Förderung von Unternehmertum. SDG 9 formuliert das Ziel eine inklusive und nachhaltige Industrialisierung zu fördern, welche die Einbindung in Wertschöpfungsketten und Märkte erhöht. Dabei soll in den LDC unter anderem eine Verdopplung der Anteile der Industrie an der Beschäftigung und am BIP erreicht werden. Hervorzuheben ist das Bekenntnis zu menschenwürdiger produktiver Arbeit und zur Entkopplung des Wirtschaftswachstums von der Zerstörung der Umwelt.

Das KC spezifiziert das GIZ Verständnis der Qualität des Wachstums (‚Markenkern‘), das im Sinne der Agenda 2030 nachhaltig, breitenwirksam, widerstandsfähig, integriert und intelligent sein und durch starke Institutionen und transparente und partizipative Entscheidungsprozesse gelenkt werden muss. Durch Förderung qualitativen Wachstums wird die Erreichung der SDG 8, 9, 10 und 12 begünstigt, und gleichzeitig ein Beitrag zu den sozialen und den ökologischen Zielen der Agenda 2030 geleistet.

Zur Erreichung des SDG 8 sind die Themen Wirtschaftspolitik, Privatwirtschaftsentwicklung, Handelsförderung, Green Economy, Digital Economy, regionale und sektorale Wirtschaftsförderung und Beschäftigungsförderung zentrale Unterziele. Im Mittelpunkt steht eine soziale und ökologische wirtschaftliche Transformation. KC Themen wie Wirtschafts- und Industriepolitik, Handel, nachhaltige Lieferketten und Qualitätsinfrastruktur unterstützen auch den Ausbau von Infrastruktur und die Industrialisierung von Partnerländern wie in SDG 9 angestrebt. Dabei soll in den LDC unter anderem eine Verdopplung der Anteile der Industrie an der Beschäftigung und am BIP erreicht werden. Wirtschaftspolitische Beratung inkl. zu Strukturpolitik, Privatwirtschaftsentwicklung und Handelsförderung bearbeiten innerstaatliche und zwischenstaatliche Ungleichheit, wie in SDG 10 thematisiert. SDG 8 spezifiziert wie die Verteilung des Wachstums für eine nachhaltige Entwicklung auszusehen hat und greift damit den Ansatz des pro-poor growth auf. Neben den Ärmsten der Armen soll auch allen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, Herkunft, Religion, ökonomischem oder anderen sozialem Status wirtschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Damit stellt SDG 10 einen Bezug zum Prinzip von Leave No One Behind her und legt sich fest auf die Schaffung von Chancengleichheit (equality of opportunities) und die Verminderung der Ungleichheit der Ergebnisse (equality of outcomes). Durch Programme zur Nachhaltigkeit von globalen Lieferketten, Ressourceneffizienz in der Wirtschaft, Verbraucherschutz etc. werden Beiträge zu SDG 12 geleistet, das auf die Konsum- und Produktionsmuster eingeht und die Forderung an den globalen Norden bei der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft formuliert, konkret beispielsweise bei der effizienten Nutzung von Ressourcen die Führungsrolle zu übernehmen.

 

Hilfreiche Links und Dokumente:

  • Globalization revisited: Symposium on Economic and Social Development 2018
  • The Global Competitiveness Report
    Der Global Competitiveness Report und Index des World Economic Forums stellt die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Staaten dar, ausgedrückt in Produktivität als Ergebnis der jeweiligen Institutionen und Rahmenbedingungen:
    Der Global Competitiveness Report und Index des World Economic Forums stellt die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Staaten dar, ausgedrückt in Produktivität als Ergebnis der jeweiligen Institutionen und Rahmenbedingungen:
    •  ‚Grundvoraussetzungen‘: Institutionen, Infrastruktur, Makroökonomische Umgebung, Gesundheits- und Grundschulwesen
    •  ‚Effizienzsteigernde Faktoren‘: Hochschulwesen und Training, Gütermarkteffizienz, Arbeitsmarkteffizienz, Finanzmarktentwicklung, Technologischer Reifegrad, Marktgröße
    •  ‚Innovations- und Sophistikationsfaktoren‘: Entwicklungsstand der Wirtschaft, Innovation
      Er liefert somit Daten zu vielen SDG Unterzielen und Abteilungsthemen.
  • Global Green Economy Index
    Zur Messung der nationalen Umsetzung zur Green Economy
  • Quality of Growth Index: Der GIZ Quality of Growth Index ist eine datenbasierte vergleichende Länderanalyse in Excel. Dieser Prototyp nutzt Daten aus mehreren öffentlich zugänglichen Datenbanken und führt sie zusammen. Die Koeffizienten werden auf Basis von Vergleichen mit den besten und schlechtesten Ländern einer Referenzgruppe berechnet. Die Indikatoren und Koeffizienten sind in verschiedene Teilfelder gruppiert, die für die Qualität des Wirtschaftswachstums entscheidend sind. Die Zusammenfassung der Felder ergibt wiederum ein Gesamtbild der wirtschaftlichen Situation in einem Land. Dieses wird durch den Quality of Growth Index dargestellt.
  • UN Global Compact Action Platforms: Plattformen zur Umsetzung der SDGs mit Hilfe des Privatsektors zu den Themen Rolle des Privatsektors, Innovative Technologien, CO2-Minderung, Inklusive Geschäftsmodelle, Menschenwürdige Beschäftigung in globalen Lieferketten, Berichterstattung zu den SDGs, Innovative Finanzinstrumente, Gesundheit und Humanitären Hilfe und Frieden.
  • Wirkungsdossiers Nachhaltige Wirtschaftspolitik und Wirkungsdossiers Privatwirtschaftsförderung: Beide Wirkungsdossiers sind eine Arbeitshilfe für die Erstellung von Modulvorschlägen im Bereich der Wirtschaftspolitik und Privatwirtschaftsförderung und berücksichtigen die sich aus der Gemeinsamen Verfahrensreform (GVR) ergebenden neuen Anforderungen. Unter anderem beleuchten die Dossiers, auf welche der Sustainable Development Goals (SDG) der Agenda 2030 das Themenfeld unmittelbar und mittelbar einwirkt, ergänzt um spezifische Beispiele aus dem Gebiet.

 

Wozu arbeitet die Abteilung 4B?

Diese Tabelle bietet einen detallierten Überblick über die SDGs mit Bezug zu den Themen (KCs) der Abteilung Wirtschaft, Beschäftigung und Soziales. Sie zeigt, wo und wie intensiv die verschiedenen Themen der Abteilung Beiträge zu den einzelnen SDGs leisten. Betrachtet man, zu wie vielen Unterzielen eines SDGs ein Abteilungsthema direkt beiträgt, ergeben sich folgende Beobachtungen:

  • Die Abteilungsthemen bearbeiten die Hälfte der SDG intensiv.
  • Die Abteilungs¬themen Gesundheit und soziale Sicherung sowie Bildung, Berufliche Bildung und Arbeitsmarkt tragen direkt eher zu den sozialen Zielen (SDG 1, 3, 4, 5) bei, während PWE besonders an den ökonomischen Zielen (SDG 8, 9 und 12) arbeiten. 
  • Finanzsystementwicklung/Versicherung und Hochschulbildung liefern zur Erreichung fast aller SDG einen notwendigen Beitrag.
  • Beiträge zu Querschnittsthemen (wie Gender, Beschäftigung, Ungleichheit, Institutionenaufbau oder Umsetzungsmittel zur Erreichung der Ziele) sowie zum Thema Hunger, Stärkung von Institutionen, Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion und Klimawandel werden von allen KCs und Fachprodukten geleistet: SDG 2, 5, 8, 10, 12, 13, 16 und 17.
  • Schon auf aggregierter Ebene der SDGs wird deutlich, dass stärkere Kooperation und integrierte Ansätze auf Abteilungsebene und zwischen Abteilungen notwendig sind. Die Produktübersicht der Tabelle soll dazu beitragen, mögliche Kooperationspartner und Potenziale für integrierte Ansätze mit anderen KCs zu identifizieren.
  • Die Unterziele der SDG (die in der Tabelle ein- und ausgeblendet werden können) geben einen Einblick, auf welchem Weg das jeweilige Ziel erreicht werden soll. Auch hier können die verschiedenen Ansätze der KCs kombiniert werden, um Vorhaben zu konzipieren, die durch einen möglichst umfangreichen Ansatz zur Erreichung eines SDGs beitragen.
  • Vor allem Partnerländer, die bei der Umsetzung bestimmter SDGs Defizite aufweisen, können so gezielt unterstützt werden.